Kategorie-Archiv: Rhein Main

Statt YouTube & Co – Videos per E-Mail

Bereits vor 2 Jahren produzierten wir einen Spot für vmailservices.de., ein Portal, über das man professionell Videos per E-Mail versenden kann.

Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll. Nehmen wir an, Sie haben einen Film, den Sie nicht unbedingt auf YouTube einstellen wollen. Gründe dafür gibt es viele. Wer will z.B. den Mitbewerber mit der Nase drauf stossen, wie gut das eigene Produkt funktioniert. Auch die automatische Weiterleitung macht derzeit einigen Nutzern zu schaffen. Niemand möchte, dass der Zuschauen nach Betrachten des Ihres Imagefilms automatisch auf ein Konkurrenzangebot umgeleitet wird. Und mit einer E-Mail nur einen Link zu verbreiten, ist nun auch nicht wirklich clever.

Den Film direkt an die Mail hängen? Schwierig, die meisten haben es schon mal probiert. Postfächer werden blockiert und gerade wenn man nicht weiss, ob der Empfänger gerade unterwegs ist, möchte man niemand zumuten, einen Film auf den Blackberry oder das smartphone zu laden.

Hier greift VMail, eine Plattform, mit der man Videos ansprechend und mit der eigenen CI auf die Reise schicken kann. Die Bedienung ist einfach und auch für Nichtgeübte schnell umzusetzen. Die “VMail” erscheint beim Empfänger wie im untenstehenden Beispiel. Ein Klick und der Film startet..

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Mehr Infos gibt es hier: https://www.vmailservices.de

Und falls Ihnen noch der passende Film fehlt, wir wüssten da jemand…

 

Schnewoli Classics – (Hollywood-)Filmproduktion in Aschaffenburg

Wir werden oft gefragt, was denn ein TV-Spot oder ein Imagefilm kosten? Unsere Antwort ist immer die gleiche: “Das kann man so nicht sagen”.

Ein besonders cleveren Weg bei überschaubaren Kosten den maximalen Effekt zu erzielen, hatte 2003 ein Aschaffenburger Juwelier, der sich für die Produktion eines Werbespots, einfach mehrere Kollegen ins Boot holte. Und so kam es, das ausser für uns als Aschaffenburger Filmproduktion auch ein Budget für den vermutlich bekanntesten Darsteller aller Zeiten zur Verfügung stand… nämlich kein geringerer als CHARLIE CHAPLIN.

Nicht nur Cineasten werden jetzt einwenden, das der Leinwandheld bereits 1977 verstarb und deswegen kaum 2003 vor unseren  Kameras stehen konnte; abgesehen davon, dass die Gage für das Original ohnehin jeden Rahmen gesprengt hätte.

Wir kamen nach unserem Erfolg auf der Dach und Wand einfach nochmal auf eine bewährte Idee zurück und konnten Mister He für die Rolle des Charlie verpflichten. In den Ausläufern des Kahlgrunds entstanden dann 2 Spots, die jeweils mit Aufnahmen in den Verkaufsräumen und Werkstätten der Juweliere ergänzt wurden. In unserem kleinen Filmbeispiel sehen Sie das Haus Vogl in Aschaffenburg. Passend zur Stummfilmzeit natürlich im klassichen 4:3.

Etwas schwierig gestaltete sich die Suche nach einer passenden Location, denn die benötige Dampfwalze lässt sich nicht wie Auto mal eben von A nach B bewegen. Fündig wurden wir letztendlich bei Gunzenbach, wo wir in unmittelbarer Nähe zu einer Strassenbaustelle eine passende Ecke finden konnten.

Der Spot lief zwischenzeitlich sowohl im Fernsehen sowie auch in diversen Schaufenstern. Viel Spass mit Mr. He als Charlie Chaplin.

Beitragsbild mit freundlicher Unterstützung durch Mister He, alias Jürgen Höhn. Dampfwalze mit freundlicher Unterstützung der Franz Kunkel GmbH, Neuhütten.

Liveübertragung Hallenradsport WM in Aschaffenburg

Grosse Ereignisse verlangen nach grossen Taten und so war für die Liveübertragung der Hallenradsport-WM 2012 einiges vorzubereiten.  Wo steht der Ü-Wagen? Wo werden die Kameraleute postiert? Wo sitzt der Live-Cutter mit seinem Schnittplatz?

Alles in allem können wir zufrieden auf das Event zurückschauen. Alle Signalwege funktionierten, die Signalübergabe an BR und ZDF klappte problemlos und pünktlich zur Siegerehrung lief der Highlightschnitt mit den Veranstaltungshöhepunkten über den in der Halle angebrachten Monitorwürfel.

Während der ganzen Veranstaltung entstanden über 50 Beiträge über die einzelnen Wettkämpfe, die Ihren Weg zur UCI, den diversen Sendern und YouTube fanden. Leider schaffte es dass deutsche Radball-Team nicht ins Finale und so lautete die Endspiel-Paarung Östereich gegen Schweiz.

Wir freuen uns weiterhin auf Ihre Anfragen. Ob Sportevent, Kongress oder Pressekonferenz. Wir übertragen zuverlässig und professionell. Von hier nach dort, als Stream oder über Satellit.

Tue Gutes und rede darüber 1-2015

Wie der geneigte Leser weiss, sind wir immer wieder gern bei Charity Aktionen an Bord. So auch beim Photo-Workshop von Alexander Heinrichs & Sven Dölle, dessen Erlös an den “Round Table Children Wish” ging. Ein kurzer Rückblick:

Bis zu 6 Playmates, 6 Profi Photografen und 12 Workshopteilnehmer auf einer Etage klingt erstmal nach einer ziemlich exklusiven Veranstaltung. Nachdem der Verfasser dieser Zeilen höchstpersönlich vor Ort war, um Stimmung und Atmosphäre einzufangen, bleibt auch nur festzuhalten: Es war noch viel cooler…!

Wer schon immer mal von den Besten der Besten profitieren und lernen wollte, hatte an 6 Sets die Gelegenheit. Unterstützt wurde das ganze von diversen Stylisten und Visagisten, die während des ganzen Workshops dafür sorgten, dass die Damen in voller Schönheit zu bewundern und natürlich auch zu photografieren waren. Das bei max. 2 Teilnehmern pro Station auch der Lernerfolg nicht zu kurz kam, versteht sich von selbst.

Sämtliche Einnahmen aus dem Workshop gingen an den Round Table Childrens Wish e. V., einen Verein mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen, die an einer schweren Krankheit leiden, ihren Herzenswunsch zu erfüllen.

Wir freuen uns, dass wir dabei sein durften und wünschen dem Team um Alexander & Sven viel Erfolg für den Workshop 2016, der nach unserem Wissensstand schon in Planung ist.

Und nachdem der ein oder andere jetzt wahrscheinlich neugierig ist, war wir dort eingefangen haben, hier der Clip, dernoch während der Veranstaltung (Same Day Edit ) fertiggestellt wurde. Viel Spass!

Werbeagentur oder was?

Im vergangenen Jahrzehnt warb eine  Bank mit “Wir bieten mehr als Geld und Zinsen”. Das tun wir auch. Manchmal tun wir uns aber auch schwer, dieses “Mehr” zu definieren.

Ein Beispiel:

Mitte 2009 entstand der Imagefilm für die  Fachorganisation der Rohstofflieferanten und Verarbeiter von verstärkten und gefüllten Kunststoffen, kurz AVK, benannt. Für diesen Film entstand eine lange Kamerafahrt, in der wir vom Campinggeschirr bis zum Flugzeug unzählige Produkte  eingebaut haben, die aus faserverstärkten Kunststoffen hergestellt werden. Die Idee, zur Veröffentlichung des Films, ein Gewinnspiel zu veranstalten, bei dem die Zuschauer schätzen sollte, wieviele Artikel aus faserverstärkten Kunststoffen im Bild zu sehen sind, stammt von uns und gehört zu unserer Art, Konzepte zu erstellen. Wir sehen nicht nur den Film, sondern auch die Einbindung des Film in Marketing-Massnahmen, Social-Media-Aktivitäten oder Aufführungen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob der Film auf der IAA in Frankfurt, auf YouTube oder dem POS in der Aschaffenburger Citygalerie zu sehen sein wird.

Sind wir deswegen eine Werbeagentur? Irgendwie schon, auch wenn wir die klassischen Tätigkeiten wie Web-Design, Onlineshop oder Gedrucktes an unsere langjährigen Partner weitergeben.

Oder sogar eine Messeagentur? Wenn Sie beispielsweise auf Ihrem Messestand mehrere Bildschirme einsetzen wollen, planen wir auch die entsprechenden Filmbeiträge. So lief für einen unserer Kunden auf der IDS 2012 ein Film auf zwei Bildschirmen. Auf einem Bildschirm zeigten wir einen Teil der Handlung in einer Zahnarztpraxis und auf dem anderen die abwechselnd erforderlichen Tätigkeiten des Zahnlabors. Gern sorgen wir auch für die passende Technik. Die Gestaltung des Standes überlassen wir aber gerne dem Messebauer.

Was ist Ihr Metier? Immobilien, Produkte oder Dienstleistungen. Wir liefern nicht nur den Film, sondern auch das Drumherum. So wie  Sie es auch von der Werbe- oder Messeagentur erwarten können.

Und wir erwarten jetzt Sie…!

Schnewoli Classics – Mit Charlie Chaplin auf der Messe

Messevideo für die Vedag GmbH 2001

Heutzutage gehören Filme auf eine Messe wie Butter aufs Brot. 2001 steckte die Technik und das Bewusstsein dafür noch in den Kinderschuhen. Trotzdem konzipierten wir bereits damals den ersten Film für ein Messepublikum. Wichtigstes Kriterium war, das es unterhaltsam werden sollte, um die die Messevorführungen für das Fachpublikum gezielt auflockern. Die Wiedergabe erfolgte auf dem Stand mittels eines sogenannten Rückprojektors, der so eingebaut war, das Charlie Chaplin aus dem Backstage-Bereich am Ende des Films gekonnt auf die Bühne stolpern konnte, wo er dem Lehrverleger noch ein wenig “auf die Nerven ging”.

Die Wiedergabe erfolgte über eine digitale Bandmaschine, die noch per Hand gestartet werden musste. Aber genug der technischen Details. Viel Spass beim Film:

 

Liveschaltung nach Tarmstedt

Messevideo für DeLaval@Eurotier 2014

Es geschah irgendwann im Sommer. Bei einem Telefonat mit Felix Gaudo, seines Zeichens hochgeschätzter Redner, Comedian und Moderator kam das Gespräch zufällig auf eine anstehende Messemoderation. “Eine Liveschaltung wäre toll, damit könnte man die 30-minütige Messemoderation ein wenig auflockern” war der Konsens. Flugs waren ein paar Ideen geboren, was man da anstellen könnte.  Dass die Live-Schaltung keine Live-Schaltung sein müsste, wenn man ein gutes Timing hat, war gleich klar. Felix wollte es dem Kunden vorschlagen, das wäre doch mal was.

Gesagt, gehört und vergessen. Bis…

…ja, bis dann im September der Anruf kam, macht die Auftragsbestätigung fertig, wir machen das.  Als Live-Reporter kam Harry Hegenbarth ins Boot und nach einem Kreativ-Meeting mit DeLaval waren die Weichen gestellt. Lustig und unterhaltsam sollte es werden .

Und hier das Ergebnis aus Sicht der Messebesucher.  (Die Aufnahme eines Messeteilnehmers mit freundlicher Unterstützung von DeLaval).

Den ganzen Beitrag sehen Sie hier. Entstanden in gut 2,5 Drehtagen im Grossraum Bremen.

Und unser Kunde?

Der wollte schon beim Dreh nicht glauben, das wir das erste Mal mit Harry gearbeitet haben. Das ganze Projekt würde ein Rheinländer mit “Et löpt” (es läuft) beschreiben. Wir bedanken uns auf jeden Fall bei DeLaval, das man uns das Vertrauen geschenkt hat.

Wer mehr wissen will:

Der Mann in gelb: Harry Hegenbarth

Der Moderator mit dem perfekten Timing: Felix Gaudo

Von aussen betrachtet… das Main Echo über uns.

Artikel des Main Echo über unsere Dokumentarfilmproduktion vom 27.04.10

 Ein Artikel aus dem Main Echo von Karin und Oliver Klemt.

»Wir holen den Zuschauer 1959 ab«

Industriegeschichte: Stockstädter Filmemacher Stefan Schnelle dreht Dokumentation über Versuchsatomkraftwerk Kahl

Karlstein  Erst Kinderstube der deutschen Atomwirtschaft, dann internationales Experimentierfeld – jetzt Set und Kulisse für einen Dokumentarfilm: Das Versuchsatomkraftwerk Kahl, inzwischen ohne Reaktor und amtlich strahlungsfrei, kommt auf die alten Tage noch einmal zu Ehren. Der Filmemacher Stefan Schnelle aus Stockstadt dreht mit einem Team seiner Produktionsfirma Schnewoli seit einigen Tagen am Originalschauplatz.

Nicht mehr und nicht weniger als eine vollständige Geschichte des ersten deutschen Kernreaktors von der Inbetriebnahme bis zurück zur »Grünen Wiese« will er vorlegen und peilt dabei eine hohe Messlatte an: Der erste VAK-Film, 1961 zur Inbetriebnahme entstanden, war nach Informationen Schnelles seinerzeit für den Oscar in der Sparte Dokumentarfilm nominiert.

In den Olymp der Branche ist Haro Senft, seinerzeit Regisseur des unterhaltsam wie informativ gehaltenen Streifens, zwar nicht aufgestiegen. Dafür bekam er unlängst in München Besuch von seinem Kollegen vom Untermain, der sich auf Spurensuche nach Zeitzeugen, Fakten und Geschichten rund um das VAK begeben hatte.

Dazu animiert wurde Stefan Schnelle nach eigenen Worten durch einen Auftrag des früheren Reaktorbetreibers RWE, ab September 2009 die letzte Phase des Rückbaus dokumentarisch festzuhalten. »Da sagt mir einer so nebenbei, der Mann, der das alles gebaut hat, lebe noch«, so Schnelle. Er, der sonst vorwiegend Dokumentationen über Autos, fürs Fernsehen oder – »nein, kein Witz« – Hochzeitsfilme macht, sei Feuer und Flamme gewesen; »und ich habe jemanden gefunden, der das bezahlt«.

Mitarbeiter als Schauspieler

So wirbelt der 45-Jährige nun durch den ehemaligen Verwaltungstrakt des Kraftwerks und lässt nichts unversucht, in einem ausgedienten Konferenzraum die frühen 60er Jahre wieder zu beleben. Seine Schauspieler, die eine Besprechung zufriedener Direktoren und Ingenieure anlässlich der Inbetriebnahme mimen, sind größtenteils Mitarbeiter der noch tätigen Rückbau-Unternehmen, einige auch »Semiprofessionelle« mit Dreherfahrung. Sekretärin Gabi etwa stand schon mit Till Schweiger als Komparsin in »Barfuß« vor der Kamera – »als Tänzerin bei der Hochzeit«.

Der Regisseur, der nach eigenen Worten auch sein eigener Cutter ist, kämpft um jedes Detail, das er später am Computer nicht mehr nachbearbeiten muss: Auf den Tisch müssen alte Planzeichnungen, Krawatten, Jacketts und Accessoires in die 60er passen. Bloß nicht die modernen Deckenleuchten ins Bild, rasch wird noch eine halbwegs nostalgische Brille für einen der »Ingenieure« gesucht. Stimmt die Form der Kaffeetassen auf dem Tisch? »Ist jemand hier alt genug, das noch zu wissen?«.

Sechs Drehtage hat Schnelle bereits »im Kasten«, mindestens drei weitere werden noch folgen. »Wir holen den Zuschauer 1959 ab«, erläutert der Dokumentarfilmer. Für ein kurzes »Sittengemälde« war das Team im 50er-Jahre-Museum in Büdingen eingefallen: »Da haben wir so lange umgeräumt, bis es aussah, als ob da jemand wohnt«. Mehr als zehn Zeitzeugen hat Schnelle interviewt: Planer, Mitarbeiter, Führungskräfte des VAK, Bürger aus der Umgebung. Auch frühere Wachschutz-Leute: »Die haben in den 80ern hier die Anti-Terror-Maßnahmen gemacht«. Zu kämpfen hatte er mit einem »großen Loch« zwischen 1961 und der Stilllegung 1985: »Aus dieser Zeit gibt es kaum Material«.

Um auch das »soziale Umfeld« einzubinden, ließ er am vergangenen Samstag 22 Statisten vor dem Werkstor als Atomkraftgegner »demonstrieren« und am Tor rütteln: »Der Rosthaufen, der da raus kam, ist noch da«.  Insgesamt hat Schnelle derzeit Material für 40 Filmminuten zusammen. Dabei wird es kaum bleiben: »Wir sind noch am Sichten, vor allem das Material ab 1985. Wir wissen nicht einmal, ob wir schon alle Bilder gesehen haben«.

Premiere im Oktober

Fertig sein soll der Film bis Oktober, wenn der Rückbau endgültig beendet ist. Dann wird er bei der Abschlussveranstaltung vor geladenen Gästen Premiere haben. Der Autor will auch eine Vorstellung »für die breite Öffentlichkeit« organisieren, vielleicht eine DVD auf den Markt bringen, seine Produktion eventuell sogar in Kinos zeigen. Für Anfragen, versichert er, sei er immer offen.

Oliver Klemt

Danke lieber Herr Klemt, toll geschrieben. So liest man „sich“ gerne.

Stefan Schnelle

Und hier der Teaser

Schnewoli und die besonderen Menschen -1-

Eigentlich müsste dieser Blogeintrag ja “special people” heissen, einfach, weil es schöner klingt, aber da wir uns auf dieser Seite nun mal der deutschen Sprache gewidmet haben, geht es hier um besondere Menschen.

Lebendige Filme brauchen lebendige Menschen. Ob Produkt, Messe oder Image. Deshalb drehen wir so oft es Zeitplan und Budget zulassen mit Darstellern: Amateure, Mitarbeiter oder ausgesuchte Statisten. Schauspieler, Moderatoren oder einfach nur Promis. Dabei entwickelt sich ab zu etwas besonders, einzigartiges.

Menschen, mit denen die Chemie stimmt, Menschen, die uns verzaubern oder Menschen, die plötzlich in eine Rolle schlüpfen, als ab sie noch nie etwas anders gemacht haben.

Einer dieser Menschen war Herr Schreck… aber fangen wir vorne an:

Ein Hauptproblem bei unserer Film-Doku über das erste deutsche Atomkraftwerk in Kahl war, das es sehr schönes Material von den Bauarbeiten des Kraftwerks gab. Auch der Rückbau, der in den 80gern begann, wurde auf Video mehr als ausreichend dokumentiert. Nur aus der Zeit des Betriebes gab es so gut wie keine Szene. Nachdem einige Teile des Kraftwerks bei Drehbeginn noch im Ursprungszustand waren, beschlossen wir bald, fehlende Szenen einfach nachzudrehen. Passende Kittel, Helme, alte Telefone… viele nostalgische und epochentypische Gegenstände hielten in den Räumen noch den Dornröschenschlaf und standen für die Ausgestaltung der Szene zur Verfügung. Gesagt, getan , geplant… und nachdem wir mit Herrn Schreck schon in Mülheim-Kärlich gedreht haben, fragte ich ihn auch für Kahl an, in ein paar zeitgenössichen Szenen einen Elektriker zu spielen.

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Warum? Nun, er ist einer dieser Menschen, denen man sagt, wie man eine Szene gerne hätte und sie dann auch genau so bekommt. Und… er ist ein Urenkel von Max Schreck, dem Darsteller aus Nosferatu. Quasi einem der ersten Filmstars überhaupt. Ob es die Gene sind? Wir werden es vermutlich nie erfahren. Fest steht aber, dass das eine Begegnung war, an die wir uns immer gerne erinnern werden.

Weiterführende Links:

Nosferatu

Trailer zu “Von der grünen Wiese zur grünen Wiese” – Unser Dokumentarfilm über das erste Atomkraftwerk Deutschlands.

2. Produktfilm – Die Eigenschaften

Im ersten Teil unserer kleinen Serie sind wir auf die Unterstützung Ihres Produkts mit der “filmischen Bedienungsanleitung” eingegangen.

Der zweite Teil wendet sich an alle, die im Internet oder persönlichen Gespräch Produkte verkaufen, die man nicht unmittelbar anfassen kann. Unser erstes Beispiel ist der Kopfhörer der Marke Sennheiser HD 598. Was kann man im Netz über dieses Produkt erfahren? Die ersten Begriffe, die uns die Suchbegriffe auswirft, sind Schmuckstück, Makelloser Klang und Komfort. Aussagekräftige Begriffe, die aber nur wenig über den Einsatzzweck des Kopfhörers aussagen. Im Detail handelt es sich um einen Kopfhörer, der HIFI-Liebhaber ansprechen soll. Hätten Sie die Möglichkeit das Produkt anzufassen oder Probe zu hören, wäre Ihnen sofort klar, warum  die unverbindliche Preisempfehlung bei 229,– € liegt. Über ein Foto beim Internet-Händler wird es da für den interessierten Verbraucher schon schwieriger. Welcher Botschaften lassen sich da in einem Film transportieren?

Zum ersten bleiben Ihnen als Hersteller oder Internet-Händler 10-20 Sekunden Zeit, um das eigene Geschäft oder die Marke ins rechte Licht zu setzen. Im weiteren Verlauf haben wir abwechselnd einen Nutzer aus der Zielgruppe HiFi-Liebhaber mit Details des Produkts gekreuzt. Wichtig war uns hier, dass das Ambiente des Kurzfilms sofort die Wertigkeit des Produkts widerspiegelt. Unser Protagonist und das Ambiente suggerieren “Abschalten in angenehmer Atmosphäre nach einem harten Arbeitstag”, die Mimik verspricht Zufriedenheit. In den Detailaufnahmen des Produkts wird sowohl die hervorragende Verarbeitung des Kopfhörers deutlich, wie auch die Verwendung hochwertiger Materialien.

Alles in allem bekommt der Endverbraucher, ohne selbst Informationen zusammenklauben zu müssen zu müssen, in 72 Sekunden einen perfekten Eindruck eines Produkt. Wohlgemerkt, ohne das eigene Haus verlassen zu haben! Natürlich ist das nicht der einzige Verwendungszweck. So ist es schlecht möglich für eine Produktpräsentation des Aussendienstes, Zahnarztstühle, Verpackungsanlagen oder Luftschleusen zu Kunden zu bringen. An all diesen Orten können Sie mit 70-90 Sekunden Film Informationen geben, die im persönlichen Gespräch ein mehrfaches an Zeit einnehmen und trotzdem keinen visuellen Eindruck vermitteln können. Uns gefällt das. Ihnen auch?

Aber Achtung, immer schön bei der “Werbe-“Wahrheit bleiben. Wer hier übertreibt oder gar schwindelt, wird sich sicher über eine dementsprechende Retourenquote freuen. Beim Sennheiser HD 598 haben wir da keine Sorge.