Kategorie-Archiv: Videoproduktion

2. Produktfilm – Die Eigenschaften

Im ersten Teil unserer kleinen Serie sind wir auf die Unterstützung Ihres Produkts mit der “filmischen Bedienungsanleitung” eingegangen.

Der zweite Teil wendet sich an alle, die im Internet oder persönlichen Gespräch Produkte verkaufen, die man nicht unmittelbar anfassen kann. Unser erstes Beispiel ist der Kopfhörer der Marke Sennheiser HD 598. Was kann man im Netz über dieses Produkt erfahren? Die ersten Begriffe, die uns die Suchbegriffe auswirft, sind Schmuckstück, Makelloser Klang und Komfort. Aussagekräftige Begriffe, die aber nur wenig über den Einsatzzweck des Kopfhörers aussagen. Im Detail handelt es sich um einen Kopfhörer, der HIFI-Liebhaber ansprechen soll. Hätten Sie die Möglichkeit das Produkt anzufassen oder Probe zu hören, wäre Ihnen sofort klar, warum  die unverbindliche Preisempfehlung bei 229,– € liegt. Über ein Foto beim Internet-Händler wird es da für den interessierten Verbraucher schon schwieriger. Welcher Botschaften lassen sich da in einem Film transportieren?

Zum ersten bleiben Ihnen als Hersteller oder Internet-Händler 10-20 Sekunden Zeit, um das eigene Geschäft oder die Marke ins rechte Licht zu setzen. Im weiteren Verlauf haben wir abwechselnd einen Nutzer aus der Zielgruppe HiFi-Liebhaber mit Details des Produkts gekreuzt. Wichtig war uns hier, dass das Ambiente des Kurzfilms sofort die Wertigkeit des Produkts widerspiegelt. Unser Protagonist und das Ambiente suggerieren “Abschalten in angenehmer Atmosphäre nach einem harten Arbeitstag”, die Mimik verspricht Zufriedenheit. In den Detailaufnahmen des Produkts wird sowohl die hervorragende Verarbeitung des Kopfhörers deutlich, wie auch die Verwendung hochwertiger Materialien.

Alles in allem bekommt der Endverbraucher, ohne selbst Informationen zusammenklauben zu müssen zu müssen, in 72 Sekunden einen perfekten Eindruck eines Produkt. Wohlgemerkt, ohne das eigene Haus verlassen zu haben! Natürlich ist das nicht der einzige Verwendungszweck. So ist es schlecht möglich für eine Produktpräsentation des Aussendienstes, Zahnarztstühle, Verpackungsanlagen oder Luftschleusen zu Kunden zu bringen. An all diesen Orten können Sie mit 70-90 Sekunden Film Informationen geben, die im persönlichen Gespräch ein mehrfaches an Zeit einnehmen und trotzdem keinen visuellen Eindruck vermitteln können. Uns gefällt das. Ihnen auch?

Aber Achtung, immer schön bei der “Werbe-“Wahrheit bleiben. Wer hier übertreibt oder gar schwindelt, wird sich sicher über eine dementsprechende Retourenquote freuen. Beim Sennheiser HD 598 haben wir da keine Sorge.

 

1. Produktfilme – Die Handhabung

Das beste Produkt ist nur so gut, wie der Kunde es einsetzen kann. Nehmen wir eine Bitumenschweissbahn als Beispiel. Das Vedag Turbodach bietet Dachdeckern die Möglichkeit mit bis zu 50% kürzeren Montagezeiten (gegenüber herkömmlichen Produkten) und deutlichen Vorteilen bei der Logistik und den Wegfall einzelner Schritte den Profit zu erhöhen. Lediglich bei der Verlegung sind ein paar Eckpunkte unbedingt zu beachten:

Hier ein Auszug aus der Verlegeanleitung der Firma VEDAG

Die TURBO TO wird durch Abziehen der unterseitigen Abdeckfolie und des oberseitigen Längsrandstreifens mit 8 cm Längs- und Quernahtüberdeckung mit Quernahtversatz und im Lagenversatz zur 1. Abdichtungslage thermisch aktiviert (auf Holz und Holzwerkstoffen: VEDATOP SU Nagelrand leicht angeflämmt / auf Polystyrol oder Altdach: TURBO TU leicht angeflämmt / auf Mineralwolle: VEDATOP TM scharf angeflämmt) selbstklebend aufgebracht. Am T-Stoß ist ein Eckenschrägschnitt vorzunehmen, die Überlappungsstufe ist zu unterlegen oder im Zuge der Verschweißung der Quernaht mit dem Handbrenner zu egalisieren.

(Achtung: diese Anleitung war zum Zeitpunkt der Produktion gültig, zwischenzeitlich existiert eine aktuellere!)

Hier das von uns produzierte Verlegevideo:

Aktuell wurde diese Anleitung fast 50.000 aufgerufen und nicht nur wir denken, das unsere Aufbereitung der einzelnen Schritte, für Dachdecker, die das erste Mal mit diesem Produkt in Kontakt kommen. eine deutliche Arbeitserleichterung darstellt. Was meinen Sie?

Es begann im Gesichtsbuch (Neudeutsch: Facebook). Die Clowndoktoren

In der Vergangenheit haben wir schon öfter caritative Zwecke unterstützt. Und so lag es nahe, auf die nachfolgende Fratzenbuch-Meldung (neudeutsch: Facebook-Post) zu antworten:

Bildschirmfoto 2014-10-17 um 09.38.02

Der Verfasser der Nachricht ist ein guter Bekannter und so beschlossen wir spontan, wir sind dabei. Beim Briefing erfuhren wir dann, das es sich beim Promi x um Dr. Eckart von Hirschhhauen handelt, der für ein Event der Clowndoktoren e.V. eine Grussbotschaft aufzeichnen wollte.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aus der geplanten Aufnahme um 18.00  und den angekündigten 3 Minuten wurde erstmal nichts, da Eckart mitten in der Probe für seine Show “Wunderheiler” steckte. Fairerweise muss man aber auch sagen, das es härtere Schicksale gibt, als sich die Show-Vorbereitungen eines Top-Entertainers anzuschauen. Wir beschlossen letztendlich, das Interview mit ihm und seinem Kollegen Felix Gaudo in der Showpause zu drehen. Gesagt, getan… wir haben den ersten Teil der Show verfolgt, das Interview gedreht und uns dann auch noch die zweite Halbzeit angeschaut. Ein unterhaltsamer Abend und wer sich jetzt animiert fühlt, die Clowndoktoren ebenfalls zu unterstützen, kann das unter folgendem Link tun: http://clown-doktoren.de/

Ganz im Sinne des Urspungsbeitrags haben wir also etwas Gutes getan und hier auch darüber geredet. Wir sind uns sicher, das war nicht unser letzter Kontakt mit den Clowndoktoren.

 

Same Day Edit = noch am gleichen Tag geschnitten

Leider mussten es uns hier wieder mal die Kollegen aus Amerika vormachen, wie man für eine Tätigkeit einen einprägsamen Begriff findet. Der Same Day Edit steht für “noch am gleichen Tag geschnitten”.

Wozu ist das gut? Vielleicht haben Sie bei Ihrem letzten Firmenevent abends die Bilder des Tages gezeigt? Das lässt sich steigern. Noch während Ihre Veranstaltung läuft, wird das gedrehte Material eingespielt und gesichtet. Wenn der Tag vollgepackt ist, empfiehlt es sich, wenigstens einen Kameramann und einen Filmschnitt-Editor (neudeutsch: Cutter) zu buchen. Zum Abschluss der Veranstaltung läuft Ihr Film dann vor allen Teilnehmern auf Leinwand oder, so Sie die Veranstaltung entsprechend planen, im Kino um die Ecke. Auch ein USB-Speicher als Abschiedsgeschenk ist eine nette Geste. Vergessen Sie aber nicht, die Gäste darauf hinzuweisen, das Sie selbst im Film zu sehen sind. Obwohl wir diese Arbeitsweise bereits seit 2001 praktizieren, können Sie viele Leute immer noch nicht vorstellen, das man unter diesen Umständen einen vollwertigen Film produzieren kann.

Hier ein Produktsbeispiel vom R32 Treffen in Franfurt. Für das Finale wurde eigens ein aufblasbares Autokino vor Ort gebracht.

Übrigens auch ein klasse Beispiel für virales Marketing, zwischenzeitlich haben über 200.000 YouTube-Nutzer diesen Film angeklickt!

Die Methode des “Geschichten erzählens” – Storytelling

Wer aufmerksam auf unserer Seite unterwegs ist, weiss, dass wir bei der Konzeption von Filmprojekten auch auf die Methode des “Geschichten erzählens” (Neudeutsch: storytelling) zurückgreifen. Wo liegt der Vorteil? Die Antwort ist so einleuchtend wie simpel, im Allgemeinen wird eine Botschaft vom Zuschauer besser aufgenommen, wenn Sie in eine Geschichte verpackt ist.

Ein Beispiel:

Sie produzieren einen Werkstoff mit besonderen Eigenschaften, für unser Beispiel leicht und stabil. Der naheliegenste Gedanke für einen Film wäre jetzt ein Produkt herauszugreifen, bei dem dieser Werkstoff zum Einsatz kommt. Nehmen wir ein Kanu. In unserem Beispiel wird das Kanu konkurrenzlos leicht. Im Gegensatz zu allen Mitbewerber-Produkten kann ein Mann es aufnehmen und tragen. Gedreht werden eine Totale, mehrere Kamerafahrten am Kanu vorbei, diverse Details und zu guter Letzt ein Kanute, der das Boot über dem Kopf trägt und zu Wasser lässt. Das ganze garnieren wir jetzt mit einer wohlklingenden Stimme, die dazu die wichtigsten Fakten erklärt. Fertig ist der Produktfilm. Soweit so gut, es bleibt ein wenig konservativ.

Wollen wir das ganze jetzt in eine Geschichte verpacken, könnte die so aussehen. 2 Jungen besuchen den Opa, der gerade seinen Zaun streicht. Es entspinnt sich folgender Dialog:

Junge 1: Du Opa
Opa schaut auf: Hallo Ihr beiden. Was führt euch zu mir.
Junge 2: Erzählst du uns eine Geschichte?
Opa: Ja klar. Wisst Ihr eigentlich, das ich mal echte Indianer getroffen habe
Beide Juns: Nöööö
Opa: Dann passt mal gut auf…

Die Kamera verlässt die Szene. Wir sehen den Opa in jungen Jahren, wie er durch den Wald schleicht. An einem Lagerfeuer sitzt eine Horde Indianer. Opa (ab hier O.) erklärt die Szene ohne im Bild zu sein (Neudeutsch: aus dem Off).

O. tritt auf einen Ast, der laut knackt, die Indianer horchen auf.
O. bewegt sich nicht, die Indianer drehen sich wieder zum Lagerfeuer. O. schleicht langsam weiter und tritt einen Holzeimer um.
“Schepper”
Die Indianer werden auf O. aufmerksam und nähern sich ihm lauernd aggressiv. O läuft weg und nähert sich dabei einem Gewässer. Hier entdeckt er besagtes Kanu. Er schnappt sich das Boot und rennt weiter. Am Ufer angekommen wirft er es mit Schwung aufs Wasser und springt hinterher. O. zieht sich an Bord und fängt an zu rudern. Die wütenden Indianer stehen gestikulierend und heulend am Ufer, während O. sich immer weiter entfernt…

Wir verlassen die Geschichte an dieser Stelle, denn mittlerweile dürfte Ihnen klar klar sein, welcher Film beim Zuschauer stärker haften bleibt. Produktionstechnisch ist der Aufwand für die Geschichte natürlich höher. Es müssen Darsteller gesucht werden, für die Indianer werden Requisiten benötigt und etwas mehr Zeit sollte man auch einplanen. Aber die Umsetzung bleibt bezahlbar! Mit welchem Film werden Sie mehr Kanus verkaufen? Können Sie sich vorstellen mit 3 Minuten Powerpoint den gleichen Effekt zu erzielen?

Unten ein Produktionsbeispiel. Ein Unternehmen, das Zahnarztausrüstung verkauft, möchte den Aussendienst animieren, dem Kunden digitale Geräte näher zu bringen. Die Darsteller sind die eigenen Mitarbeiter, die sich auch die Requisite gekümmert haben. Drehort: Leipzig und Umgebung. Produktionsjahr 2014 by © Schnewoli – Wir machen Film.

Herzlich willkommen

Es wurde mal Zeit für ein neues Homepage Konzept. Wir arbeiten mit Hochdruck, aber einige Seiten müssen überarbeitet und angepasst werden. In Kürze werden wieder wie gewohnt, alle Inhalte zur Verfügung stehen.

Danke für Ihr Verständniss!

Ihr

Stefan Schnelle für Schnewoli – Wir machen Film

Aschaffenburg – Frankfurt – Wiesbaden – Darmstadt – Mainz