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An alle Auftraggeber für eine Film- oder Videoproduktion

Herzlichen Glückwunsch, Sie planen eine Videoproduktion und/oder sind ausgesucht den passenden Dienstleister zu finden? Nach über 20 Jahren am Markt kennen wir ein paar Faktoren, die eine gute Zusammenarbeit hemmen, wenn nicht sogar verhindern können. Wir haben mal ein paar Punkte zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, im Vorfeld das passende Team zu finden:

Die klassischen Fehler bei der Auftragsanbahnung für eine Film- oder Videoproduktion

Film- und Marketingprofis wissen meist, worauf es ankommt. Dieser Artikel wendest sich an Vorbereiter oder Entscheider, die neu im Thema Filmproduktion sind und soll Ihnen helfen, im Vorfeld die richtigen Fragen zu stellen und die Anfrage an den potentiellen Filmproduzenten mit allen relevanten Angaben vorzubereiten.

1. Wir brauchen (erstmal) ein Drehbuch

Bevor Sie ein Drehbuch anfordern, machen Sie sich bewusst, das ein Drehbuch den Schreiber Zeit und Sie als Auftraggeber vom ersten Moment an Geld kosten wird. Das ist keine Boshaftigkeit des Drehbuchschreibers, sondern liegt in der Natur der Sache. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, das Drehbücher (wenn überhaupt) nur dann bezahlt werden müssen, wenn Sie gefallen. Unabhängig davon ist ein Drehbuch im ersten Schritt überhaupt nicht notwendig. Viel wichtiger ist es, die filmische Aussage zu definieren. Wollen Sie ein Produkt verkaufen, Ihre Organisation ins richtige Licht rücken oder Ihr Image verbessern? So oder so sollte das in Ihrer Anfrage stehen. Seriöse Video- oder Filmproduktionen werden Ihnen ein kostenloses Beratungsgespräch anbieten. Nutzen Sie die Gelegenheit, bevor Sie über Drehbücher oder Angebote sprechen.

2. Wir haben ein Drehbuch

Vielleicht haben Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter eine versteckte Begabung zum Schreiben. Bevor Sie der Videoproduktion oder dem Filmemmacher Ihrer Wahl also Ihr selbst geschriebenes Drehbuch vorlegen, bedenken sie bitte in welcher Phase der Zusammenarbeit Sie sich befinden. Nehmen wir einmal an, Sie haben sich gerade kennengelernt und Sie legen uns oder Kollegen Ihr selbst oder fremd geschriebenes Drehbuch vor. Was wird passieren:

Fall A

Das Drehbuch ist Mist. Ganz schwierig… wie sage ich es mit meinem Kunden. Vor allem, sage ich es ihm überhaupt? Wir haben den Fall 2x gehabt. In einem haben wir von der Verfilmung abgeraten. Was ist passiert, der Kunde wollte es aber genau so und weg war er. Also sollten wir es beim nächsten Mal besser gut finden? Oder soll sich jemand anders damit rumärgern? Wir wissen auch nicht, was in diesem Fall richtig oder falsch ist, aber wir pflegen einen offenen und ehrlichen Umgang mit unseren Kunden und wollen auch dabei bleiben. Vielleicht ist es geschickter, erstmal das Gespräch zu suchen… aber das ist jetzt Ihre Entscheidung.

Fall B

Das Drehbuch ist ganz grosse Klasse, aber… und da gibt es einige “Aber”. Haben Sie beim Schreiben Ihr Budget im Auge gehabt? Was kosten Darsteller, Produktions- oder Kamerateam? Wieviel Drehtage sind notwendig? Profidarsteller oder die eigenen Mitarbeiter? Zugegeben, es gibt schlechtere Ausgangspositionen, aber erst wenn alle Punkte geprüft sind und eine seriöse Kalkulation steht, sollte man entscheiden, ob man die Verfilmung angehen will. Und wir sagen entschlossen, es ist durchaus möglich!

3. Wir haben (k)ein Budget

Unsere Lieblingsmail im Posteingang: Guten Tag, wir möchten einen Recruiting-/Produkt-/Werbe-/Image- oder Messe-Video/Film haben, bitte machen Sie uns ein Angebot.

Wir geben mal einen Tip ab. Sie bekommen auf 30 Mails ca. 17 Antworten mit Preisen von 800,– bis 30.000,– Euro und 3 ohne.  10 Leute haben garnicht erst geantwortet, weil Sie ausgebucht sind und/oder Ihre Anfrage möglicherweise nicht ernstnehmen. 3 haben höflich geantwortet (und dazu würden auch wir gehören), das man das eigentlich nicht sagen kann, bevor es nicht wenigstens ein Gespräch und ein paar Grundinformationen gibt. Der Rest wird Sie mit mehr oder weniger strukturierten Angeboten überziehen und Ihnen wiederum mehr oder weniger glaubhaft versichern, das man die einzig seriöse/professionelle/kreative und technisch versierte Videoproduktion des Universums ist.

Folgen Sie mir mal bei folgendem Gedankengang: Sie wollen ein Auto verkaufen, privat oder gewerblich, neu oder gebraucht. Was wollen Sie dem Interessenten in einem Film als erstes mitteilen? Das Sie das raumsparende Spritsparwunder oder den erotisierenden Ohne-Dach-Sportwagen im Angebot haben? Und damit sind wir schon bei einem simplen Beispiel für die Produktionsplanung. Als Drehort für den Raumsparer bieten sich die überfüllten Seitenstrassen von Frankfurt oder Berlin an. Den Sportwagen könnte man sicher auf den Landstrassen von Hawaii gut in Szene setzen und schon sind wir bei einem 4- bis 6 stelligen Preisrahmen, nur um den ersten Drehtag zu realisieren.

Sie haben ein Budget, selbst wenn es winzig klein ist Was wir damit sagen wollen, wo ein Budget ist, ist auch ein Weg. Sprechen Sie frei und ohne Scheu, Sie müssen ja nicht gleich Ross und Reiter nennen, aber eine ungefähre Richtung erleichteren Dialog und Angebotsplanung.

In diesem Sinne, bis gleich oder später.

 

Ihr Stefan Schnelle

 

Über 100.000 Klicks für VEDAG-Verlegeanleitung

Eine echte Erfolgsgeschichte sind die Verlegeanleitungen, die wir für die Firma Vedag produziert haben. So wurde das Video VEDATOP DUO Performance zum jetzigen Zeitpunkt bereits 138.358 mal aufgerufen. Für ein Produkt, das ausschliesslich an Dachdecker und Bauunternehmen vertrieben wird, eine rekordverdächtige Zahl. Überhaupt hat die Firma mit Ihrem You Tube Kanal den Nerv der Zeit getroffen, denn er ist der erfolgreichste der ganzen Branche.

http://www.vedag.de/de/ueber-vedag/news/detail/news/vedag_auf_youtube_wir_haben_die_100000_marke_geknackt.html

Mittlerweile ist die 100.000er Marke schon bei einem unserer produzierten Filme deutlich überschritten. Das gefällt uns. Natürlich verhelfen auch wir Ihrem You Tube Kanal mit unseren Produktionen zum Erfolg. Das gefällt Ihnen?

 

3. Produktfilm – Der Test

In unserem vorläufig letzten Teil unserer kleinen “Produktfilm”-Reihe kommen wir zu einem selten genutzten, aber effektiven Format, um Produktinformationen an den “Mann” bzw. Kunden zu bekommen.

In unserem Fallbeispiel geht es um eine gepanzerte Limousine, hergestellt von der Firma Carl Friederichs aus Frankfurt. Der TUA-REX ist ein Fahrzeug, das auf dem Fahrgestell des Touaregs von VW aufbaut und den Insassen ein Höchstmass an Sicherheit bei Überfällen oder Anschlägen bietet. Er ist schwer gepanzert, was bereits in einer anderen Filmproduktion unter echtem Beschuss ausreichend dokumentiert wurde.

In unserem Beispiel geht es um die Fahreigenschaften, denn bei einem Gewicht von fast 4 Tonnen ist es schwer vorstellbar, das dieses Auto noch von Normalsterblichen im Strassenverkehr bewegt werden kann. Und nachdem Papier geduldig ist, kamen wir auf die Idee, einen echten Autotester zu verpflichten, der den TUA-REX und den Touareg im direkten Vergleich fährt. Mittlerweile wurden von diesem doch sehr speziellen Produktvideo weit über 1000 DVDs gepresst, die für die wichtigsten Exportländer über 4 verschiedene Sprachenfassungen verfügt. Wie das im Film aussieht und ob Sie das überzeugt, sehen Sie aber am besten selbst:

Mitch Mitländer testet den TUA-REX from Stefan Schnelle on Vimeo.

Die Produktion des Films bzw. der Videos fand in Frankfurt und im Großraum Rhein-Main statt.

Andere Produkte, andere Tester! Selbstverständlich lassen sich für solche “Produktzeugnisse” (Neudeutsch testimonials) auch Schulungspersonal, Verkäufer oder schlicht und ergreifend Endverbraucher einsetzen.

2. Produktfilm – Die Eigenschaften

Im ersten Teil unserer kleinen Serie sind wir auf die Unterstützung Ihres Produkts mit der “filmischen Bedienungsanleitung” eingegangen.

Der zweite Teil wendet sich an alle, die im Internet oder persönlichen Gespräch Produkte verkaufen, die man nicht unmittelbar anfassen kann. Unser erstes Beispiel ist der Kopfhörer der Marke Sennheiser HD 598. Was kann man im Netz über dieses Produkt erfahren? Die ersten Begriffe, die uns die Suchbegriffe auswirft, sind Schmuckstück, Makelloser Klang und Komfort. Aussagekräftige Begriffe, die aber nur wenig über den Einsatzzweck des Kopfhörers aussagen. Im Detail handelt es sich um einen Kopfhörer, der HIFI-Liebhaber ansprechen soll. Hätten Sie die Möglichkeit das Produkt anzufassen oder Probe zu hören, wäre Ihnen sofort klar, warum  die unverbindliche Preisempfehlung bei 229,– € liegt. Über ein Foto beim Internet-Händler wird es da für den interessierten Verbraucher schon schwieriger. Welcher Botschaften lassen sich da in einem Film transportieren?

Zum ersten bleiben Ihnen als Hersteller oder Internet-Händler 10-20 Sekunden Zeit, um das eigene Geschäft oder die Marke ins rechte Licht zu setzen. Im weiteren Verlauf haben wir abwechselnd einen Nutzer aus der Zielgruppe HiFi-Liebhaber mit Details des Produkts gekreuzt. Wichtig war uns hier, dass das Ambiente des Kurzfilms sofort die Wertigkeit des Produkts widerspiegelt. Unser Protagonist und das Ambiente suggerieren “Abschalten in angenehmer Atmosphäre nach einem harten Arbeitstag”, die Mimik verspricht Zufriedenheit. In den Detailaufnahmen des Produkts wird sowohl die hervorragende Verarbeitung des Kopfhörers deutlich, wie auch die Verwendung hochwertiger Materialien.

Alles in allem bekommt der Endverbraucher, ohne selbst Informationen zusammenklauben zu müssen zu müssen, in 72 Sekunden einen perfekten Eindruck eines Produkt. Wohlgemerkt, ohne das eigene Haus verlassen zu haben! Natürlich ist das nicht der einzige Verwendungszweck. So ist es schlecht möglich für eine Produktpräsentation des Aussendienstes, Zahnarztstühle, Verpackungsanlagen oder Luftschleusen zu Kunden zu bringen. An all diesen Orten können Sie mit 70-90 Sekunden Film Informationen geben, die im persönlichen Gespräch ein mehrfaches an Zeit einnehmen und trotzdem keinen visuellen Eindruck vermitteln können. Uns gefällt das. Ihnen auch?

Aber Achtung, immer schön bei der “Werbe-“Wahrheit bleiben. Wer hier übertreibt oder gar schwindelt, wird sich sicher über eine dementsprechende Retourenquote freuen. Beim Sennheiser HD 598 haben wir da keine Sorge.

 

1. Produktfilme – Die Handhabung

Das beste Produkt ist nur so gut, wie der Kunde es einsetzen kann. Nehmen wir eine Bitumenschweissbahn als Beispiel. Das Vedag Turbodach bietet Dachdeckern die Möglichkeit mit bis zu 50% kürzeren Montagezeiten (gegenüber herkömmlichen Produkten) und deutlichen Vorteilen bei der Logistik und den Wegfall einzelner Schritte den Profit zu erhöhen. Lediglich bei der Verlegung sind ein paar Eckpunkte unbedingt zu beachten:

Hier ein Auszug aus der Verlegeanleitung der Firma VEDAG

Die TURBO TO wird durch Abziehen der unterseitigen Abdeckfolie und des oberseitigen Längsrandstreifens mit 8 cm Längs- und Quernahtüberdeckung mit Quernahtversatz und im Lagenversatz zur 1. Abdichtungslage thermisch aktiviert (auf Holz und Holzwerkstoffen: VEDATOP SU Nagelrand leicht angeflämmt / auf Polystyrol oder Altdach: TURBO TU leicht angeflämmt / auf Mineralwolle: VEDATOP TM scharf angeflämmt) selbstklebend aufgebracht. Am T-Stoß ist ein Eckenschrägschnitt vorzunehmen, die Überlappungsstufe ist zu unterlegen oder im Zuge der Verschweißung der Quernaht mit dem Handbrenner zu egalisieren.

(Achtung: diese Anleitung war zum Zeitpunkt der Produktion gültig, zwischenzeitlich existiert eine aktuellere!)

Hier das von uns produzierte Verlegevideo:

Aktuell wurde diese Anleitung fast 50.000 aufgerufen und nicht nur wir denken, das unsere Aufbereitung der einzelnen Schritte, für Dachdecker, die das erste Mal mit diesem Produkt in Kontakt kommen. eine deutliche Arbeitserleichterung darstellt. Was meinen Sie?

Die Methode des “Geschichten erzählens” – Storytelling

Wer aufmerksam auf unserer Seite unterwegs ist, weiss, dass wir bei der Konzeption von Filmprojekten auch auf die Methode des “Geschichten erzählens” (Neudeutsch: storytelling) zurückgreifen. Wo liegt der Vorteil? Die Antwort ist so einleuchtend wie simpel, im Allgemeinen wird eine Botschaft vom Zuschauer besser aufgenommen, wenn Sie in eine Geschichte verpackt ist.

Ein Beispiel:

Sie produzieren einen Werkstoff mit besonderen Eigenschaften, für unser Beispiel leicht und stabil. Der naheliegenste Gedanke für einen Film wäre jetzt ein Produkt herauszugreifen, bei dem dieser Werkstoff zum Einsatz kommt. Nehmen wir ein Kanu. In unserem Beispiel wird das Kanu konkurrenzlos leicht. Im Gegensatz zu allen Mitbewerber-Produkten kann ein Mann es aufnehmen und tragen. Gedreht werden eine Totale, mehrere Kamerafahrten am Kanu vorbei, diverse Details und zu guter Letzt ein Kanute, der das Boot über dem Kopf trägt und zu Wasser lässt. Das ganze garnieren wir jetzt mit einer wohlklingenden Stimme, die dazu die wichtigsten Fakten erklärt. Fertig ist der Produktfilm. Soweit so gut, es bleibt ein wenig konservativ.

Wollen wir das ganze jetzt in eine Geschichte verpacken, könnte die so aussehen. 2 Jungen besuchen den Opa, der gerade seinen Zaun streicht. Es entspinnt sich folgender Dialog:

Junge 1: Du Opa
Opa schaut auf: Hallo Ihr beiden. Was führt euch zu mir.
Junge 2: Erzählst du uns eine Geschichte?
Opa: Ja klar. Wisst Ihr eigentlich, das ich mal echte Indianer getroffen habe
Beide Juns: Nöööö
Opa: Dann passt mal gut auf…

Die Kamera verlässt die Szene. Wir sehen den Opa in jungen Jahren, wie er durch den Wald schleicht. An einem Lagerfeuer sitzt eine Horde Indianer. Opa (ab hier O.) erklärt die Szene ohne im Bild zu sein (Neudeutsch: aus dem Off).

O. tritt auf einen Ast, der laut knackt, die Indianer horchen auf.
O. bewegt sich nicht, die Indianer drehen sich wieder zum Lagerfeuer. O. schleicht langsam weiter und tritt einen Holzeimer um.
“Schepper”
Die Indianer werden auf O. aufmerksam und nähern sich ihm lauernd aggressiv. O läuft weg und nähert sich dabei einem Gewässer. Hier entdeckt er besagtes Kanu. Er schnappt sich das Boot und rennt weiter. Am Ufer angekommen wirft er es mit Schwung aufs Wasser und springt hinterher. O. zieht sich an Bord und fängt an zu rudern. Die wütenden Indianer stehen gestikulierend und heulend am Ufer, während O. sich immer weiter entfernt…

Wir verlassen die Geschichte an dieser Stelle, denn mittlerweile dürfte Ihnen klar klar sein, welcher Film beim Zuschauer stärker haften bleibt. Produktionstechnisch ist der Aufwand für die Geschichte natürlich höher. Es müssen Darsteller gesucht werden, für die Indianer werden Requisiten benötigt und etwas mehr Zeit sollte man auch einplanen. Aber die Umsetzung bleibt bezahlbar! Mit welchem Film werden Sie mehr Kanus verkaufen? Können Sie sich vorstellen mit 3 Minuten Powerpoint den gleichen Effekt zu erzielen?

Unten ein Produktionsbeispiel. Ein Unternehmen, das Zahnarztausrüstung verkauft, möchte den Aussendienst animieren, dem Kunden digitale Geräte näher zu bringen. Die Darsteller sind die eigenen Mitarbeiter, die sich auch die Requisite gekümmert haben. Drehort: Leipzig und Umgebung. Produktionsjahr 2014 by © Schnewoli – Wir machen Film.