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Mehr Aufmerksamkeit für Ihren Facebook oder YouTube Kanal – Teil 2

Als die erste, echte Liveübertragung der Fernsehgeschichte gelten die olympischen Sommerspiele 1936. Seitdem ist die Faszination zeitgleich bei einem Ereignis an einem völlig anderen Ort quasi dabei zu sein, bei den Bewegtbild-Fans ungebrochen. Waren früher komplizierte Funkübertragungs- oder Satellitenstrecken notwendig, lassen uns YouTube und Facebook heute unkompliziert in eine Welt eintauchen, die früher nur den grossen TV-Anstalten vorbehalten war.

Viele haben Sie, wenige nutzen sie. So bietet z.B. die Facebook App die Möglichkeit, sofort und ohne weitere technische Kenntnisse mit dem Smartphone live zu gehen. Was bei Naturereignissen oder kleinen Moderationen durchaus opportun erscheint, wirft bei komplexen Aufgaben allerdings unlösbare Probleme auf: die eingeschränkten Möglichkeiten hinsichtlich Bildgestaltung und die sehr begrenzte Reichweite der smartphone Mikrophone.

Zauberwort heisst in diesem Fall Liveübertragung 4.0. Ob mit einer professionellen Filmkamera und hoher Lichtempfindlichkeit, den zahlreichen Micros bei einer Talkrunde oder der Zuspielung von Power-point Folien bei Pressekonferenzen: wir haben nicht nur das „Gewusst wie“ sondern auch die passende Technik: Livestreams von der Mobilregie bis zum Ü-Wagen.

Nutzen Sie die Magie der Liveübertragungen bzw. des Livestreamings auf Facebook, Twitter oder YouTube, um Ihre Fans, Follower und Zuschauer zu informieren. Dann überall wo „Live“ steht, entstehen Reichweiten weitab von konventionellen Beiträgen. Wann gehen Sie live?

Kinospot – Von der Story bis zur Ausgabe aus einer Hand

Franks Car Wash Express in Dietzenbach zählt schon seit längerem zu unseren Kunden. Trotzdem haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir im Frühjahr gefragt wurden, ob wir uns auch vorstellen können, ein kleinen Kinospot zu drehen. Na, und ob wir uns das vorstellen konnten…

Vor- und Nachteil eines Kino oder TV-Spots ist eindeutig die Länge. Vorteil, da man in der Regel nicht tagelang shooten muss. Nachteil ist natürlich, das man eine Geschichte schon extrem verdichten muss, um Sie in 20 Sekunden für alle Zuschauer verständlich zu erzählen. Ob uns das gelungen ist, sehen Sie am besten selbst…

Fest steht, es Spass gemacht. Es ist immer wieder etwas besonders, wenn man das “Baby” Drehbuch beim Wachsen und Gestalten in allen Details begleiten kann und eine kleine, funktionierende Geschichte entstanden ist. Danke an der Stelle an unseren langjährigen Wegbegleiter Achim Capelle vom SKV Mörfelden, der ausnahmsweise für uns, hier in die Rolle des Dirigenten geschlüpft ist.

Die Methode des “Geschichten erzählens” – Storytelling

Wer aufmerksam auf unserer Seite unterwegs ist, weiss, dass wir bei der Konzeption von Filmprojekten auch auf die Methode des “Geschichten erzählens” (Neudeutsch: storytelling) zurückgreifen. Wo liegt der Vorteil? Die Antwort ist so einleuchtend wie simpel, im Allgemeinen wird eine Botschaft vom Zuschauer besser aufgenommen, wenn Sie in eine Geschichte verpackt ist.

Ein Beispiel:

Sie produzieren einen Werkstoff mit besonderen Eigenschaften, für unser Beispiel leicht und stabil. Der naheliegenste Gedanke für einen Film wäre jetzt ein Produkt herauszugreifen, bei dem dieser Werkstoff zum Einsatz kommt. Nehmen wir ein Kanu. In unserem Beispiel wird das Kanu konkurrenzlos leicht. Im Gegensatz zu allen Mitbewerber-Produkten kann ein Mann es aufnehmen und tragen. Gedreht werden eine Totale, mehrere Kamerafahrten am Kanu vorbei, diverse Details und zu guter Letzt ein Kanute, der das Boot über dem Kopf trägt und zu Wasser lässt. Das ganze garnieren wir jetzt mit einer wohlklingenden Stimme, die dazu die wichtigsten Fakten erklärt. Fertig ist der Produktfilm. Soweit so gut, es bleibt ein wenig konservativ.

Wollen wir das ganze jetzt in eine Geschichte verpacken, könnte die so aussehen. 2 Jungen besuchen den Opa, der gerade seinen Zaun streicht. Es entspinnt sich folgender Dialog:

Junge 1: Du Opa
Opa schaut auf: Hallo Ihr beiden. Was führt euch zu mir.
Junge 2: Erzählst du uns eine Geschichte?
Opa: Ja klar. Wisst Ihr eigentlich, das ich mal echte Indianer getroffen habe
Beide Juns: Nöööö
Opa: Dann passt mal gut auf…

Die Kamera verlässt die Szene. Wir sehen den Opa in jungen Jahren, wie er durch den Wald schleicht. An einem Lagerfeuer sitzt eine Horde Indianer. Opa (ab hier O.) erklärt die Szene ohne im Bild zu sein (Neudeutsch: aus dem Off).

O. tritt auf einen Ast, der laut knackt, die Indianer horchen auf.
O. bewegt sich nicht, die Indianer drehen sich wieder zum Lagerfeuer. O. schleicht langsam weiter und tritt einen Holzeimer um.
“Schepper”
Die Indianer werden auf O. aufmerksam und nähern sich ihm lauernd aggressiv. O läuft weg und nähert sich dabei einem Gewässer. Hier entdeckt er besagtes Kanu. Er schnappt sich das Boot und rennt weiter. Am Ufer angekommen wirft er es mit Schwung aufs Wasser und springt hinterher. O. zieht sich an Bord und fängt an zu rudern. Die wütenden Indianer stehen gestikulierend und heulend am Ufer, während O. sich immer weiter entfernt…

Wir verlassen die Geschichte an dieser Stelle, denn mittlerweile dürfte Ihnen klar klar sein, welcher Film beim Zuschauer stärker haften bleibt. Produktionstechnisch ist der Aufwand für die Geschichte natürlich höher. Es müssen Darsteller gesucht werden, für die Indianer werden Requisiten benötigt und etwas mehr Zeit sollte man auch einplanen. Aber die Umsetzung bleibt bezahlbar! Mit welchem Film werden Sie mehr Kanus verkaufen? Können Sie sich vorstellen mit 3 Minuten Powerpoint den gleichen Effekt zu erzielen?

Unten ein Produktionsbeispiel. Ein Unternehmen, das Zahnarztausrüstung verkauft, möchte den Aussendienst animieren, dem Kunden digitale Geräte näher zu bringen. Die Darsteller sind die eigenen Mitarbeiter, die sich auch die Requisite gekümmert haben. Drehort: Leipzig und Umgebung. Produktionsjahr 2014 by © Schnewoli – Wir machen Film.